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Schon sind es Jahrzehnte, da ich viele Länder bereise, um einen Eindruck vom Leben der Völker zu gewinnen. Ich wollte ihre Wurzeln erspüren und einige ihrer Wahrheiten erkennen. China, Japan, Australien, Indien und Kasachstan, der vordere Orient, ebenso wie Ungarn, Frankreich und unser Nachbarland, die Schweiz, um einige zu benennen.

Wie ist der Alltag in all den Ländern dieser Erde in Leid und in Freude?
Gibt es bei den unterschiedlichsten Eigenarten etwas, worin wir Menschen alle gleich sind?
Das war meine Frage.

Das grobe Konzept zu einem Buch über das aktuelle Heute und ein ungewisses Morgen war in meinem Kopf, da kam die Einladung nach Afrika, nach Namibia. Wenn auch mit großem räumlichen Abstand, versorgt und betreut von meinen Gastgebern, lebte ich alleine in einem Farmhaus, gelegen zwischen Busch und Wüste.
Und dort fand ich die Antwort.

In dem großen Essraum, gebaut für mehrere Personen, hing an der Wand das Fell eines Zebras. Plötzlich habe ich wahrgenommen, seine Zeichnung sind die schwarzen Streifen auf einem weißen Fell. So wie zurzeit auf der Erde der "Kampf zwischen Schatten und Licht" tobt, wobei alles Ungute hochgespült wird. Und da erkannte ich: Das ist der Kernpunkt menschheitlicher Existenz, worin wir Menschen alle gleich sind, darum dreht sich unser aller Leben:

Jeder hat sich immer wieder zu entscheiden
zwischen Dunkel und Licht,
zwischen dem so genannten Bösen und Guten.